Wissenswertes
Brennholz, Feuerholz oder Energieholz ist Holz, welches zum Heizen, sprich zur thermischen
Energieerzeugung genutzt wird. Die Begriffe bilden dabei einen Oberbegriff für alle
Handelsformen der Holzmasse, die zum Verbrennen genutzt wird. Handelsformen sind z.B.
Brennscheitholz, Pellets oder Holzhackschnitzel. In der Vergangenheit wurde auch Holz, das
zur Herstellung von Holzkohle verwand wurde, als Brennholz bezeichnet. Brennreisig ist Holz,
welches keine Derbholzstärke von 7 cm Durchmesser erreicht (Zweige und Äste).
Trockenes Holz wird zur Verbrennung in einem Nutzfeuer verwendet. Es ist der älteste Brennstoff der Menschheit, er wird seit ca. 400.000 Jahren genutzt. Entscheidend für die Nützlichkeit von Brennholz sind der Heizwert und die Brenndauer. Wenn die subjektive Behaglichkeit eine Rolle spielt, dann kann es auch auf optische Werte des Holzes beim Brennen ankommen.
Heizwert
Da Holz ein Naturprodukt ist, unterliegt sein Aufbau und seine Zusammensetzung immer gewissen Schwankungen, was sich auch auf den Heizwert auswirken kann. Der Heizwert kann massenbezogen − z.B. in Kilowattstunde pro Kilogramm (kWh/kg) − oder volumenbezogen − z.B. in Kilowattstunde pro Kubikdezimeter (kWh/dm3) − angegeben werden.
Beim Heizwert je Gewichtseinheit spielen die unterschiedlichen Dichten der Holzarten keine Rolle. Wichtig ist jedoch der Wassergehalt, also der Anteil des Wassers an der Gesamtmasse. Der tatsächliche Heizwert entspricht in diesem Fall dem Heizwert der Trockenmasse, von welchem die Energie abgezogen werden muss, die zum Verdampfen des Wasseranteils benötigt wird. Diese beträgt 0,68 Kilowattstunden je Kilogramm Wasser.
Absolut trockenes Laubholz hat einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Der Heizwert von Nadelholz liegt mit 5,2 kWh/kg aufgrund der anderen chemischen Zusammensetzung des Holzes etwas höher.
Lagerung
Frisch geschlagenes Nadelholz hat eine Holzfeuchte von etwa 55 bis 70%, bei Laubhölzern liegt
der Wert zwischen 70 und 100%. Daher sollte die Holzfeuchte durch Lagerung oder technische
Trocknung auf den für die Verbrennung von Holz üblichen Restwert von unter 20% gemindert werden.
Ausschlaggebend für die Dauer der Trocknungslagerung ist zunächst die Ausgangsfeuchte des Holzes,
diese kann je nach Witterung und Baumart und eventueller Vorlagerung (Stammlagerung im Wald oder
auf Rundholzplätzen) variieren. Überlicherweise wird bei der Lagerungstrocknung jedoch ein Zeitraum
von mindestens ein Jahr bis zu zwei Jahren angesetzt. Die Art der Lagerung − ob aufgeschichtet,
geschüttet oder im Silo, um nur einige Beispiele zu nennen − hängt von der Verarbeitungsform des
Brennholzes ab. Bei optimalen Bedingungen für Brennscheitholz (fein gespaltene und nicht zu lange
Scheite in offenen, abgedeckten Gitterboxen im Freien) reichen manchmal auch schon sieben Monate.
Sehr gut lagert Brennholz auch im Freien in einer Holzmiete oder unter einem Dach bei gleichzeitig
guter Belüftung. Die Luftdurchströmung mit Wind ist eine entscheidende Voraussetzung für das Trocknen.
An einer (idealerweise südlichen) Hauswand unter einem Vordach sollte man daher auch mindestens
5-10 cm Abstand zur Hauswand halten.
Entzündung
Um Brennholz zu entzünden, können kleine trockene Äste als Zünder eingesetzt werden. Brennholz seinerseits kann benutzt werden, um Kohle beispielsweise in Kachelöfen zu entzünden.
Emission
Bei der Verbrennung werden als Hauptbestandteile Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf (H2O) freigesetzt. Holz enthält geringe Anteile an Stickstoff (~900 mg/kg). Dieser wird bei der Verbrennung zu Stickoxiden umgewandelt und belastet die Umwelt. Der darüber hinaus im Holz vorhandene Schwefel (~120 mg/kg) wird überwiegend in der Asche gebunden, so dass nur wenig Schwefeldioxid emmitiert wird. In unterscheidlichem Umfang werden bei der Holzverbrennung je nach Holzfeuchte und Art der Verbrennungsführung (zum Beispiel offenes Feuer, Kamin, Pelletheizung, zweistufige Verbrennung) durch unvollständige Verbrennung auch Kohlenstoffmonooxid (CO), Kohlenwasserstoffe (CxHy) und Aschefeinstäube emittiert.
Neuere Untersuchungen zeigen, dass die Belastung durch Feinstaub, der beim Verbrennen von Holz entsteht, die Feinstaubemissionen der in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge überschreitet. Die Emissionen von Holzheizungen können jedoch durch die Wahl geeigneter Kessel beeinflusst werden.
Brennholz hat als nachwachsender Rohstoff gegenüber Erdöl oder Kohle den Vorteil, dass es CO2-neutral verbrennt, da die Menge an freigesetztem Kohlendioxid der Menge entspricht, die der Baum während der Wachstumsphase der Luft entzogen hat.
Raummeter
Der Raummeter (rm) oder Ster ist ein Raummaß für Holz und die gebräuchlichste Maßeinheit beim Handel mit Brennholz. Ein Raummeter (1 Ster) entspricht einem Würfel von einem Meter (1 m) Seitenlänge, also einem Rauminhalt von einem Kubikmeter (1 m³) geschichteter Holzscheite, einschließlich der Zwischenräume in der Schichtung.
Der Holzanteil im Inhalt eines Raummeters ist von der Stückgröße und -form, sowie der Sorgfalt beim Aufsetzen abhängig und kann somit schwanken. Gewöhnlich entspricht 1 Raummeter ca. 0,7 Festmeter.
Festmeter
Der Festmeter (fm) ist ein Raummaß für Holz. 1 Festmeter (fm) entspricht 1 Kubikmeter (m³) fester Holzmasse, d. h. ohne Zwischenräume in der Schichtung. Das entsprechende Maß mit Zwischenräumen ist der Raummeter (rm).
Schüttraummeter
Der Schüttraummeter (srm) entspricht einer lose geschütteten Holzmenge von einem Kubikmeter.
Im Handel und Transport ist eine ordentliche Schichtung häufig unwirtschaftlich, z. B. für gespaltenes Kaminholz oder Hackschnitzel. Das entsprechende Gut wird dann einfach geschüttet, was deutlich mehr Luft in einem Raummeter Holz lässt als bei ordentlicher Schichtung. Man spricht dann vom Schüttraummeter oder Schüttmeter.
Der Schüttraummeter ist kein amtliches Maß, je nach Dichte der Schüttung ist die Menge unterschiedlich.
Äquivalenz und Umrechnung von Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter
Beim Brennholz ergeben 1,4 bis 1,65 Schüttraummeter ordentlich aufgesetzt einen Raummeter. Ein Schüttraummeter entspricht daher ca. 0,6 bis 0,7 Raummeter und ca. 0,43 bis 0,5 Festmeter. Bei Hackschnitzeln entspricht ein Schüttraummeter ca. 0,6 rm, bzw. ca. 0,4 fm.
Umrechnungszahlen für Raummaße
1,0 Festmeter (fm) = 1,4 Raummeter/Ster (rm) = 2,0 bis 2,4 Schüttraummeter (srm)
0,7 Festmeter (fm) = 1,0 Raummeter/Ster (rm) = 1,4 bis 1,65 Schüttraummeter (srm)
0,5 Festmeter (fm) = 0,7 Raummeter/Ster (rm) = 1,0 bis 1,2 Schüttraummeter (srm)
Die hier aufgeführten Informationen sind Auszüge und stammen von Wikipedia. Sie sind unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht!